Beherbergungsverbote bleiben, Feiern werden eingeschränkt

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Die umstrittenen Regeln einzelner Bundesländer zum Umgang mit Gästen aus Risikogebieten bleiben bestehen, weil sich Bund und Länder gestern nicht auf einheitliche Vorschriften verständigen konnten. Beschlossen wurde eine Begrenzung von Feiern und eine Sperrstunde für die Gastronomie.

“Bund und Länder fordern eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger auf, nicht erforderliche innerdeutsche Reisen in Gebiete und aus Gebieten heraus, welche die Grenze 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage übersteigen, zu vermeiden.” So steht es in dem Beschluss, auf den sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder gestern verständigt haben.

Eine bundesweit einheitliche Regelung für innerdeutsche Reisende aus Risikogebieten gibt es vorerst nicht. Das bedeutet, die von vielen Seiten heftig kritisierten unterschiedlichen Vorschriften zu Beherbergungsverboten und Quarantänemaßnahmen bleiben bestehen. Darüber soll am 8. November noch einmal diskutiert werden. Dann sind allerdings die Herbstferien vorbei.

Dafür werden bundesweit Feiern eingeschränkt, sobald die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen erreicht. Dann dürfen in öffentlichen und privaten Räumen nur noch Feiern mit höchstens zehn Teilnehmern stattfinden. Außerdem gilt dann eine generelle Sperrstunde ab 23 Uhr für alle Gastronomiebetriebe.

Bereits ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen greifen künftig Beschränkungen von Feiern. Dann dürfen in öffentlichen Räumen höchstens 25 Personen zusammenkommen.

Branchenverbände sind enttäuscht über die Beschlüsse von Bund und Ländern. „Es ist ein herber Rückschlag für das Reiseland Deutschland, dass die Beherbergungsverbote in vielen Bundesländern zunächst weiter Bestand haben”, sagt der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz. “Die Gastgeber von Ferienwohnungen und Hotels haben bewiesen, dass sie die Kontakt- und Hygieneregeln ernst nehmen und umsetzen.” Übernachtungen seien nicht das Problem und sollten deshalb weiterhin möglich sein.

Quelle: www.reisevor9.de

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